DJK Altenburg Challenge

Der November stand ganz im Zeichen von Corona. Kultureinrichtungen und Gastronomie sind geschlossen, Trainings und Veranstaltungen fanden nicht statt. Die DJK Teutonia Gaustadt hat daher ein Event geschnürt, bei dem alle für sich teilnehmen konnten.

Bei der DJK Altenburg Challenge stand nicht das Tempo im Vordergrund, sondern die zurückgelegten Höhenmeter. Auf einer im Vorfeld festgelegten 3,5 km langen Strecke konnten sich die Starterinnen und Starter in den Disziplinen Laufen, Walken oder Radfahren mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern messen.

Es wurde zu einer anstrengenden Challenge, obwohl die Zeit keine Rolle spielte. Der Anstieg zur Altenburg mit 135 Höhenmeter hatte es in sich! Flachere Passagen wechselten sich mit steilen Stücken ab und der Anstieg zog sich so richtig. Mit jeder Runde wurde es schwieriger und am Ende war es eine mentale Herausforderung, den Berg hoch zu laufen.

Eigentlich begann die Challenge für mich bereits vor dem Neideck 1000. Ich lief als Training 5x die Runde, um Höhenmeter für den härtesten Halbmarathon nördlich der Alpen zu trainieren. Dadurch ist auch die Idee der Altenburg Challenge entstanden. Im November startete ich die Challenge mit einer abendlichen Trainingseinheit, in der ich zweimal die Steigung zur Burg absolvierte, um einem Vereinsmitglied die Strecke zu zeigen.

Mitte November sollte es dann soweit sein. An einem schönen Morgen wollte ich die Altenburg Challenge absolvieren und dabei 1.000 Höhenmeter erreichen. Ich lief etwa 2,5 km zum Start am Beginn der Altenburger Straße, schaltete die Uhr auf 0 und begann mit dem ersten Anstieg. Glücklicherweise hatte ich einen Tag gewählt, an dem sich die Sonne zeigte. Bei meiner ersten Runde ging die Sonne auf und schnell wurde es wärmer. Die ersten Anstiege liefen sehr gut und ich hatte ein konstantes Tempo sowohl beim Anstieg als auch beim Bergablaufen.

Anfangs lief alles gut und nach dem 4. oder 5. Anstieg wurde es anstrengender, die Anstiege wurden immer mehr zur Kopfsache. Glücklicherweise hatte ich mein Ziel, 1.000 Hm, deutlich vor Augen, so dass ich immer weiterlief und keine Zweifel aufkamen. Einzig mit der Zeit hatte ich Probleme. Bereits nach der 5. Runde wurde mir klar, dass ich die Challenge spätestens nach der 7. Runde beenden muss, um einen Termin wahrnehmen zu können. So kam es dann auch… Ich lief 7 Runden und kam damit auf 955 Höhenmeter, was ziemlich ärgerlich war, da ich mein Ziel knapp verfehlte. Aber ich musste aufhören, um meinen Termin nicht zu verpassen.

Natürlich war ich auch stolz, dass ich es schaffte, 7x auf die Altenburg zu Laufen ohne dabei eine Gehpause einzulegen. Dies war ein neuer Altenburg-Rekord für mich! Dennoch ärgerte ich mich etwas, dass die 45 Hm fehlten.

Bis Ende November erreichten mich die Ergebnisse anderer Läuferinnen und Läufer, die 8 bzw. 10 Runden liefen. Nachdem die DJK Altenburg Challenge um eine Woche verlängert wurde, nahm ich dies zum Anlass, nochmal mein Ziel anzugehen. Der aktuelle Rekord von 10 Runden spornte mich an und mein neues Ziel lautete 11x auf die Altenburg.

Bei meinem zweiten Anlauf spielte das Wetter wieder mit. Morgens lag Schnee und es war bedeckt, aber nach wenigen Runden zeigte sich die Sonne und es wurde ein perfekter Lauf.

Die größte Sorge bereitete mir nicht der Anstieg, sondern die Passage von der Altenburg bis zur Wildensorger Straße. Das Stück durch den Wald war durch den Schnee sehr rutschig und erforderte volle Konzentration, um nicht zu stürzen. Ich hatte Glück und alles lief gut.

Natürlich wurden die Anstiege von Runde zu Runde anstrengender, aber dennoch ging es gut voran. Zwischen dem 7. und 9. Anstieg wurde es etwas problematisch und es koste viel Überwindung. Danach sah ich mich auf der Zielgeraden und die beiden letzten Runden fielen mir wieder leichter. Nach dem 11. Anstieg zur Altenburg war ich überglücklich – ich hatte es geschafft! 1485 Höhenmeter flossen in die Wertung ein und bedeuteten den ersten Platz!

Mit Ein- und Auslaufen war ich 43,5 km unterwegs.

In den drei Wochen absolvierten 4 Radler, 17 Läuferinnen und Läufer die Strecke.

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